Karin Tegeler
Textiles Werken
Leinemühle 1
OT Molmerswende
06343 Mansfeld
Tel: 034779 908430
Email: k-tegeler@t-online.de

Neu

Papier machen aus Pilzen


Für den "Pilzfan" unverzichtbar!  Selbstgemachte Briefkarten aus weichen Porlingen, Trameten usw. Es eignen sich alle faserigen Pilze.
Kursgebühr 130 €

15. und 16. 10.2012 Papier machen aus Pilzen mit Exkursion in den Wald, um die Pilze zu sammeln. Kursgebühr 130 €
     

davor:
10.10. abends  - 14.10. abends 2012

Färben mit Pilzen

Wir beginnen am Anreisetag spätnachmittags oder abends, wenn alle da sein können. Zuerst zeige ich, welche Pilze wir überhaupt suchen und erkläre wie man Pilze unterscheidet.

Donnerstag, evtl. auch am Freitag  unternehmen wir Exkursionen, um unsere Färbepilze zu sammeln. An diesen beiden Tagen erkläre ich auch etwas über das Beizen von Wolle,  wir weichen die Pilze ein und kochen sie schon teilweise aus.
An einem Abend kochen wir uns ein tolles Pilzgericht! (Pilze essen ist aber keine Pflicht!)

Am Samstag und Sonntag wird dann gefärbt wie wild! (Sonntag bis nachmittags)

Kursgebühr 170 €, Material extra. Bitte möglichst gewaschene fettfreie Wolle in kleinen Strängen, selbst mitbringen und vielleicht auch etwas Seide, das kann bei uns aber auch gekauft werden. Ansonsten bitte mitbringen wie unten beschrieben.

    
                                                                                                                                                            (Foto rechts  von U.Klemmer)

zinnoberroter Wasserkopf (Cortinarius cinnabarinus) aus dem heimischen Buchenwald, färbt Wolle leuchtend rot
im Winter wird mit den im Herbst gesammelten und getrockneten Pilzen gefärbt.
Kursus-Exkursion in den Wald 

Bitte mitbringen: Färbetopf,  alte Handtücher, Gummihandschuhe,  etwa 10 - 15 mal 20g Wolle im Strang oder Kammzug, (reine Wolle und/oder Seide, kein Synthetikanteil) ebenso noch kleinere Proben: ca 20 mal 10g. Auch Seide gesponnen oder ungesponnen oder Seidentüchlein. Es können auch größere Einheiten mitgebracht werden. Wir müssen die  Menge der in jeder Farbbrühe gefärbten Wolle auf alle Teilnehmer verteilen, so dass nicht gewiß ist, ob dann jeder einen 50g Strang einlegen kann. Hier geht es ja ums Lernen, größere Mengen können dann zu Hause gefärbt werden. 2009 in Schweden haben wir 10 verschiedene Pilzarten gefunden und konnten jeweils 2 oder 3 Züge färben.
Bitte auch an unenmpfindliche, auch warme Kleidung denken und gute geschlossene Waldschuhe, Regenjacke. Pilzsammelkorb, Messer.


                  
linkes Bild: Farben von Hydnellum concrescens
Fast alle Korkstachelinge enthalten blaue und grüne (gelbe) Farbstoffe. 1. Zug dunkelblau fast schwarz, 2. Zug blau, 3. Zug grünblau, 4. Zug grün. Gefärbt auf Kaltbeize AL

Bild in der Mitte: Telephora palmata (stinkende Lederkoralle) auf Kaltbeize AL, 1. u. 2. Zug

rechtes Bild: ungesponnener Kammzug gefärbt mit Hapalopilus rutilans  (Zimtfarbener Weichporling) auf Kaltbeize AL



Ein Leitfaden zum Färben von Wolle mit Pilzen ist in Druck.
Mehr Infos auf der Seite "Shop" und auf Anfrage.


                                              
Oberteil handgefilzt aus extrafeiner Merinowolle, Seide und Seidensamt, alles gefärbt mit Samtfußkrempling
Der Halsschmuck aus extrafeinem Wollfilz und Silberperlen ist gefärbt mit dem  zinnoberroten Wasserkopf


Grundsätzliches über das Färben mit Pilzen
, als Auszug  aus meinem Leitfaden:

Das Färben mit Pilzen eignet sich nicht für den industriellen Bereich mangels Farbstoffbeschaffung. Es ist also nur für den Hobbybereich  und den kunsthandwerklichen Kleinbetrieb geeignet.
Es bereichert die Naturfärberei aber ganz entscheidend, denn es lassen sich Farbtöne auf Wolle und Seide anfärben, die man unter Umständen mit Pflanzen nicht erzielen kann.
Für die oben angeführten Bereiche ist es allerdings nicht sinnvoll, Farbtöne mit Pilzen zu färben, die nur mit
Hilfe von Schwermetallen, als krebserregend eingestuften Stoffen oder ganz allgemein mit als umweltschädigend geltenden Substanzen, erzielt werden können. (z.B. Kupfersulfat, Zinn-II-chlorid, Kaliumdichromat, siehe Datenblätter bei z.B.  www.seilnacht.tuttlingen.com/chemie/ch_index.htm ). Will man diese Gefährdungen dennoch eingehen, sollte man sich doch vorher auch einmal darüber informieren, ob man den gewünschten Farbton nicht ohne diese Mittel vielleicht ganz leicht mit Hilfe von Pflanzenfärbungen oder Cochenille erreichen könnte. Dass man in früheren Jahren mit belastenden Stoffen recht großzügig umgegangen ist, sollte einen nicht dazu verleiten, es heute, wo man es  besser weiß, immer noch so zu machen.

Man muss durchaus nicht alles machen, was machbar ist!!
Letztendlich wird die Naturfärberei ad absurdum geführt, wenn man mit Chemiefarben in der eigenen Haushaltsküche umweltfreundlicher färben könnte!

Darüber hinaus sollte es  für alle Pilzsammler  eine Selbstverständlichkeit sein, sich so natur- und umweltfreundlich zu verhalten, dass sie nicht auch noch auf den Sondermülldeponien zusätzliche Stoffe aufhäufen oder gar die Kupfer- oder Zinnbrühe in den Küchenausguss schütten! Wollen wir nicht alle unsere Wälder noch lange erhalten? Jeder einzelne kann das Seine dazu beitragen!

Karin Tegeler

 





Wir freuen uns schon selbst sehr auf diese Kurse und hoffen bloß, dass es so schönes Wetter wird, wie das eigentlich meistens hier ist. Bitte bringen Sie sich aber trotzdem auch warme Kleidung mit und etwas, damit Sie auch bei Regen Pflanzen oder Pilze suchen gehen können. Das rauhe Ostseeklima kann immer auch im Sommer herbe Überraschungen bereit halten. Trotzdem werden wir uns in jedem Fall schöne und vergnügte Arbeitstage machen!

Armin und Karin Tegeler