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Karin
Tegeler
Textiles Werken
Kopendorf
Am Dorfteich 6a
23769 Fehmarn
Tel.: 0 43 72/12 57
Fax: 0 43 72/80 69 00
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So wird bei uns gefärbt:
Färben
von Wolle und Seide
mit Pilzen
und Pflanzen auf Tonerdebeize (Kaltbeize AL) und ebenfalls kalter,
fasernschonender
Eisenbeize, beide nach J. Harborth mit Methoden und Chemikalien,
die
Mensch und Umwelt nicht belasten. Für Filzer ist es besonders
interessant
zu lernen, dass mit diesen schonenden Methoden auch feine Kammzüge
in lebendigen Farben
gefärbt werden können. So können Sie sich für Ihre
künstlerischen Arbeiten genau die Farben herstellen, die Sie
brauchen.
Und noch ein Wort an die
FilzerInnen:
durch die Färbung mit Pflanzen und Pilzen auf Tonerdebeize, sowie
die Beachtung bestimmter anderer Regeln,
gibt es keine Einschränkung der
Filzfähigkeit der Wolle,
wie es
sonst bei der pflanzengefärbten Wolle oft der Fall ist!!!
Wer diese wunderbaren Farbtöne zum Filzen haben möchte,
muß
selber färben! Es geht ganz leicht und ist auch nicht so
zeitaufwendig, wie mancher vielleicht annimmt.
(Für Kinder sind diese Kurse nicht geeignet, leider auch nicht als
Begleitung, es sei denn eine zusätzliche erwachene Person
käme mit, die das Kind betreut. Bitte bedenken
Sie: wir arbeiten ganze volle Arbeitstage.
Teilnehmen können Jugendliche ab mindestens 14 Jahren zum vollen
Kurspreis. Einen Fernseher haben wir nicht.
Färben Sie doch einfach später zu Hause ganz kindgerecht mit
Ihrem Kind.)
Kaltbeize
AL nach J. Harborth
Diese
moderne Tonerdebeize ersetzt die
herkömmliche Alaunbeize. Sie wird kalt angewendet, ist
mehrfach verwendbar und schont
die
Wollfasern, da nicht mehr gekocht zu werden braucht. Damit ist auch
keine Energiezufuhr mehr beim Beizen notwendig. Die
Farbstoffaufnahme der Wollfaser ist so
intensiv wie nach dem Beizen mit Alaun.
Hervorragend auch für Seide geeignet!
Die
Wolle bleibt hervorragend
filzfähig. Damit
ist auch Merinowolle extrafein (18-19 mic.), bei vorsichtiger
Handhabung beim Färben, mit Pflanzen- und Pilzfarben zu
färben. Für
mich ist damit ein Arbeitsgang weggefallen, weil ich ständig Wolle
in der Beize liegen habe und immer sofort, wenn ich Zeit dazu habe,
färben kann.
Weitere Infos und Verkauf siehe Shop
Kein Unterschied
zwischen Alaun- und Kaltbeize AL im Färbeergebnis.
Färbung mit
Cochenille lieferbar: 100g Alpenwolle im Kammzug 7,50
€ plus
Porto
Eine Probe wurde mit 17% Alaun 1 Std. kochend gebeizt, die andere
über Nacht in Kaltbeize AL gelegt. Beide Proben
ausgespült , markiert und zusammen mit Cochenille gefärbt.
zum
Färben bitte immer mitbringen: Schere, Rosenschere, kleine
weiße Schildchen
zum Beschriften der Farbproben, große Plastiktüte für
den Heimtransport der Wolle!, Schreibzeug mit Block, unempfindliche
Kleidung,
Pullover für
rauhes Wetter. evtl.Schürze, Gummihandschuhe, Nähzeug,
Garn
zum Markieren Ihrer mitgebrachten Wolle z.B. auch Holzknöpfe. Wer
Wolle in der Flocke
mitbringt, bitte an kleine Wäschenetze oder Nylonstrümpfe zum
Einbinden denken. (Es ist aber auch immer genügend
weiße Wolle im
Kammzug
hier vorrätig), Wenn Sie sich selber Garn mitbringen möchten,
bitte kein "Sockengarn" mit Synthetikanteil, sondern nur immer reine
Wolle und/oder Seide.
Bei Fragen dazu schreiben Sie mir bitte eine eMail oder rufen mich an.
Es geht bei unseren Kursen hauptsächlich darum, die einzelnen
Verfahren zu erlernen und einzuüben, aber natürlich
wird dabei auch eine Menge Wolle und Seide gefärbt, je nach
Kursthema.
Vom Färben mit Pilzen einmal abgesehen, kann jede Teilnehmerin
oder jeder Teilnehmer hier im Kurs etwa 1 - 2 kg Wolle färben, es
richtet sich natürlich auch nach der Anzahl der teilnehmenden
Personen. In den Töpfen können im ersten Zug immer etwa 500 -
600 Gramm Wolle gefärbt werden. Daraus ersehen Sie, dass meistens
bei Wollgarn 50g-Stränge eingelegt werden können. Nur bei
einer Teilnehmeranzahl unter 7 können auch 100g Stränge
gefärbt werden. Für die Nachbäder brauchen wir eventuell
sogar 20g Stränge. Kammzüge können natürlich
hier vor Ort entsprechend geteilt werden.
Kursübersicht
17. - 22. April 10
Shibori und Blaudruck
auf Leinen, Baumwolle und Seide, die gängige
Hydrosulfit-Küpe (ohne dass extra eine Stammküpe
hergestellt werden muss) mit
Indigo für den Stoff. Mit dem "Papp" genannten Reservemittel kann
man auch auf Stoff malen. Die gemalten Konturen bleiben
später weiß. siehe Blaufärben
anschließend vom 22. bis 25.
April (zwei volleTage und am 22. abends) Rotfärben
und violett auf Kaltbeize AL und Eisenacetatbeize. Sie
erhalten genaueste Kenntnisse über das Beizen von Wolle und Seide
und natürlich wunderschön gefärbte Wolle und Seide!
Kursgebühr hierfür 120 €

24. - 27.6.2010
Leuchtende, strahlend schöne Farben
auf Wolle und Seide beim
Umweltfreundlichen
Färben mit
Pflanzen,
Dafür gehen wir in die dörfliche Umgebung oder sammeln in
unserem Garten, falls draußen schon alles abgemäht sein
sollte. Deswegen haben wir viele Wildpflanzen in unserem Naturgarten
zum Färben angebaut.
Für Anfänger ist dieser Kurs sehr gut geeignet!
Es gibt eine kleine Einführung über Wollqualitäten,
Wollwäsche und Beizen. Dann werden die Pflanzen ausgekocht und
schließlich damit gefärbt. Sie können Wolle und Seide
in jeder Form dafür selbst mitbringen, auch Mischungen davon (ohne
Synthetikanteil). Also Garnstränge, Kammzüge, Wolle in der
Flocke oder kleine Stücke Stoff (auch Filzstücke), gewaschene
Seidentücher. Wir fangen an am Donnerstag Nachmittag, der Kurs
endet am Sonntag etwa mittags.
Kursgebühr 130 €
Übernachtung im Hause möglich, siehe auch Anreise.

hier werden
Walnußblätter geschnitten und eingeweicht
25.5. - 30.5.10
Blaufärben
mit Indigo und Waid mit verschiedenen Methoden: ein richtiges
Blaufärbefest! siehe Seite
Blaufärben
31.5. -
3.6. 10 umfangreiches
Rotfärben!
25.7. -
1.8.10 Farbrausch im Sommer
Rot,
Blau und Gelb
färben - ALLES färben: auch grün und violett!
5 Tage lang ein Farbrausch im Sommer. Umfangreicher,
gründlicher Färbekurs für Anfänger und
Fortgeschrittene. In diesem Jahr können wir allerdings leider
nicht
mit frischen Waidblättern färben, das Frühjahr war
so kalt bei uns, dass der
Waid nur ganz extrem langsam gewachsen ist. Wer sich
dafür aber interessiert, dem erläutere ich das Verfahren so
verständlich, dass sie später trotzdem zu Hause mit frischen
Waidblättern färben können. Wir
färben aber mit Färberwau (Reseda luteola)
aus unserem Garten, mit Rinden, Cochenille, Krapp, Tagetes, den
Farbhölzern und anderem auf Wolle und Seide im Kammzug, als
Garn oder
Stoff
Garn und Kammzüge haben wir hier auch vorrätig, aber Sie
dürfen sich natürlich auch alles mitbringen, aber bitte OHNE
jeglichen Synthetikanteil! Bitte
nicht das übliche Sockengarn. Wir färben insgesamt in ca. 9 -
10 Töpfen auf die Tage aufgeteilt, so dass jeder mindestens 1 -
1,5 kg Wolle und Seide mit nach Hause nehmen kann. Wenn Sie
Garnstränge mitbringen möchten, bitte 50g Stränge aber
auch 20g Stränge.
Kursgebühr
190 €
Der
25.7. ist Anreisetag, der 1.8. Abreisetag,
Einen Tag in der Mitte gestalten wir arbeitsfrei, damit Sie auch etwas
von unserer schönen Sonneninsel sehen: Strandspaziergang,
schwimmen, eine Fahrt mit der Fähre nach Dänemark, oder eine
ökologische Wanderung mit Armin Tegeler. Wann wir diesen Tag
einlegen, planen wir währen Sie hier sind, je nach Wetter.
Am Anreisetag, wenn alle da sind, beginnend ca. 17:00 bis 19:00 Uhr
(da kann ich mich im voraus nicht festlegen, weil manche Kursteilnehmer
von weit her, evtl. mit dem Zug aus dem Ausland, kommen):
Programmbesprechung,
kurze Vorstellungsrunde.
Bleiben
noch 5 volle Tage zum Färben!
Nach
dem Rundgang im Garten, bei dem ich schon einige Färbepflanzen
zeige, setzen wir die Kaltbeize AL an und legen auch gleich Wolle
und Seide ein.
Dann weichen wir getrocknetes oder frisches Pflanzenmaterial ein und
färben
zunächst gelb mit drei verschiedenen Pflanzen als Beispiel.
Während die Färbung entsteht, erfahren Sie einiges über
Wolle und deren Vorbereitung zum Färben und wir bereiten gemeinsam
die Rotfärbungen vor. (Krapp und Cochenille)
Beim Rotfärben entsteht auch violett (Veilchenblau) gefärbte
Wolle mit Zusatz von Eisenessig (Cochenille). In ein rotes Nachbad
legen wir gelbe Wolle ein für eine kräftige
Orangefärbung.
Danach befassen wir uns mit der Farbe blau und dem Indigo:
Indigolösung, Indigoküpe mit Hydrosulfit für tierische
Fasern und der umweltfreundlichen Eisen-Kalkküpe für
pflanzliche Fasern. Dafür können Sie gern Baumwoll-
oder Leinengarn oder Stoffstücke mitbringen. Die ersten
Färbungen
werden kräftig leuchtend blau werden, in den Nachbädern
überfärben wir auch gelbe Wolle zu grün und rote Wolle
zu
violett.
Die Rezepturen, mit denen wir färben, erhalten Sie von mir
schriftlich, aber ich sage auch vieles zwischendurch, dafür lohnt
es sich, Schreibzeug mitzubringen! Denn wärend die Wolle und
Seide im Farbbad liegt, haben wir einige Zeit, während der
Sie von mir Informationen erhalten und natürlich auch jede Menge
Fragen
stellen können!
Vorplanung
für 2011: Färben von pflanzlichen Fasern! z.B. Leinen und
Baumwolle, mit Pflanzenfarben. Seminar
mit Johannes Harborth
4 Tage lang
professionelles Färben in romantischer Umgebung (unser naturnaher
Garten!) wahrscheinlich im Juli
Mit Pilzen färben
In diesem Jahr möchte
ich am internationalen Pilzfärbesymposium in Schweden teilnehmen,
deswegen musste ich leider die vorangekündigten Workshops,
die zur selben Zeit stattgefunden hätten, absagen. (Aber auch,
weil
sich bis März niemand zu diesen Workshops fest angemeldet hatte.)
Im Jahr 2011 gebe ich dann wieder Pilzfärbekurse und dann auch mit
neuem Wissen, denn bei dem internationalen Symposium soll auch mit
Pilzen blau gefärbt werden!
Voraussichtlich
gibt es wieder einen Pilzfärbekursus in Schweden vom 22. - 26.
September
2011
Kursverlauf etwa
Wir beginnen Donnerstag
spätnachmittags, wenn alle da sein können. Zuerst zeige ich,
welche Pilze wir überhaupt suchen und erkläre wie man Pilze
unterscheidet
Freitag und Samstag
unternehmen wir Exkursionen an Plätze, die ich vorher ausgemacht
habe, um unsere Färbepilze zu sammeln. An diesen beiden Tagen
erkläre ich auch etwas über das Beizen von Wolle und gebe
einen "Minigrundkurs" im Pilzesammeln.
Am Sonntag wird dann
gefärbt wie wild!
Kursgebühr 170 €,
Material extra. Bitte möglichst gewaschene fettfreie Wolle selbst
mitbringen und vielleicht auch etwas Seide. Ansonsten bitte mitbringen
wie oben beschrieben.

(Foto
rechts
von U.Klemmer)
zinnoberroter Wasserkopf (Cortinarius cinnabarinus) aus dem heimischen
Buchenwald in Ostholstein, färbt Wolle leuchtend rot
im Winter wird mit den im Herbst gesammelten Pilzen gefärbt.
Kursus-Exkursion in den Wald
Bitte mitbringen: Färbetopf,
Wassereimer, Sieb das man auf
den Eimer legen kann, alte Handtücher, Gummihandschuhe,
Rührlöffel, Pilzmesser, Pilzkorb, Etwa 10 - 15 mal 20g Wolle
im Strang oder Kammzug, ebenso noch kleinere Proben: ca 20 mal 10g.
Auch Seide gesponnen oder ungesponnen oder Seidentüchlein. Es
können auch größere Einheiten mitgebracht werden, aber
wir haben ja nur 2 Tage Zeit zum Suchen, bzw. Finden und müssen
die Menge der in jeder Farbbrühe gefärbten Wolle auf
alle Teilnehmer verteilen, so dass nicht gewiß ist, ob dann jeder
einen 50g Strang einlegen kann. Hier geht es ja ums Lernen,
größere Mengen können dann zu Hause gefärbt
werden. 2009 in Schweden haben wir 10 verschiedene Pilzarten gefunden
und konnten jeweils 2 oder 3 Züge färben.
Bitte auch an unenmpfindliche, auch warme Kleidung denken und gute
geschlossene Waldschuhe, Regenjacke.
Ein
Leitfaden zum Färben von Wolle mit Pilzen kann
bei
uns für € 22,50 plus 1,45 Porto bestellt werden. Mehr Infos auf
der Seite "Shop" und auf Anfrage. Klicken Sie dazu bitte einfach in der
linken Spalte oben
meinen
Namen
an.

Oberteil
handgefilzt aus extrafeiner Merinowolle, Seide und Seidensamt, alles
gefärbt mit Samtfußkrempling
Der Halsschmuck aus extrafeinem Wollfilz und Silberperlen ist
gefärbt mit dem zinnoberroten Wasserkopf
Grundsätzliches
über das Färben mit Pilzen, als Auszug aus
meinem
Leitfaden:
Das Färben mit Pilzen eignet sich nicht
für den
industriellen Bereich mangels Farbstoffbeschaffung. Es ist also nur
für den
Hobbybereich und den kunsthandwerklichen Kleinbetrieb geeignet.
Es bereichert die Naturfärberei aber ganz entscheidend, denn es
lassen sich Farbtöne auf Wolle und Seide anfärben, die man
unter Umständen mit Pflanzen nicht erzielen kann.
Für die oben angeführten Bereiche ist es allerdings nicht
sinnvoll, Farbtöne mit Pilzen zu färben, die nur mit
Hilfe
von Schwermetallen,
als krebserregend eingestuften Stoffen oder ganz allgemein mit als
umweltschädigend geltenden Substanzen, erzielt werden können.
(z.B. Kupfersulfat, Zinn-II-chlorid, Kaliumdichromat, siehe
Datenblätter bei z.B. www.seilnacht.tuttlingen.com/chemie/ch_index.htm
).
Will man diese Gefährdungen dennoch eingehen, sollte man sich doch
vorher auch einmal
darüber
informieren, ob
man den gewünschten Farbton nicht ohne diese Mittel vielleicht
ganz leicht mit
Hilfe von Pflanzenfärbungen oder Cochenille erreichen kann. Dass
man in früheren Jahren mit belastenden Stoffen recht
großzügig umgegangen ist, sollte einen nicht dazu verleiten,
es heute, wo man es besser weiß, immer noch so zu machen.
Man
muss durchaus
nicht alles
machen, was machbar ist!!
Letztendlich wird die Naturfärberei
ad absurdum geführt,
wenn man mit Chemiefarben in der eigenen Haushaltsküche
umweltfreundlicher
färben könnte!
Darüber
hinaus sollte es für
alle Pilzsammler eine
Selbstverständlichkeit sein, sich so natur- und umweltfreundlich
zu verhalten,
dass sie nicht auch noch auf den Sondermülldeponien
zusätzliche Stoffe
aufhäufen oder gar die Kupfer- oder Zinnbrühe in den
Küchenausguss schütten! Wollen wir nicht alle unsere
Wälder noch lange
erhalten? Jeder
einzelne kann das Seine dazu beitragen!
Karin Tegeler
Wir freuen uns schon
selbst sehr auf
diese
Kurse und hoffen bloß, dass es so schönes Wetter wird, wie
das eigentlich meistens hier ist. Bitte bringen Sie sich aber trotzdem
auch warme
Kleidung
mit und etwas, damit Sie auch bei Regen Pflanzen oder Pilze suchen
gehen
können. Das rauhe Ostseeklima kann immer auch im Sommer herbe
Überraschungen
bereit halten. Trotzdem werden wir uns in jedem Fall schöne und
vergnügte
Arbeitstage machen!
Armin und
Karin Tegeler
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