![]() |
||||
Kontakt: |
|
Kursangebot17. abends - 22. Juni 2012Blaufärben nach verschiedenen Methoden Färben mit frischen
Waidblättern, umweltfreundliche kalte Kalk-Eisenküpe
für
Leinen Baumwolle und Seide |
||
|
Wir färben Wolle und Seide
mit einfach anzusetzender Hydrosulfitküpe, die später auch
wirklich jeder zu Hause durchführen kann ( übrigens
ohne dass zusätzlich zur Küpe extra noch eine
Stammküpe bereitet werden müsste und ohne
umständliche Rechnerei, die für Hobbyfärber und
Hobbyfärberinnen vollkommen überflüssig ist. Meistens
wird
die Küpenherstellung viel zu kompliziert gezeigt !!). Mit unserer
"einfachen" Küpe können
2 - 3 Tage
lang
ununterbochen mehrere Kilo Wolle und Seide gefärbt werden.
Ausserdem arbeiten wir
auch mit der umweltfreundlichen Kalk-Eisen-Küpe
für
Leinen,
Baumwolle und Seide, die kalt angewendet wird und
wochenlang haltbar ist. Mit dieser Küpe können
wir
auch Leinen-
und
Baumwollstücke in Shibori-Techniken überfärben.
Des weiteren färben wir Wolle mit der Indigopaste, blau,
grün und violett, auf der faserschonenden
Tonerde-Kaltbeize AL
die kalt angewendet wird. Eigenes zu färbendes Material kann
mitgebracht werden, z.B. auch Filzstücke und Seidentücher. Ansetzen einer Küpe aus
frischem FärberWaid aus unserem Garten. Der "Waidindigo" kann
mit diesem Verfahren auch extrahiert werden, so dass der Farbstoff
für spätere Färbungen genutzt werden kann. Intensivseminar:
(Vorkenntnisse im Färben sind hilfreich) Bitte
mitbringen: Schildchen zum Beschriften der Farbproben,
Gummihandschuhe, Wenn Sie möchten: eigenes Material zum
Färben aus Wolle, Seide (bitte kein sog. Sockengarn mit
Synthetikanteil) und auch wenig pflanzlichen Fasern, z.B.
Baumwoll- oder Leinenstoff, gelbe und rosa reine Wolle und/oder Seide
zum Überfärben mit Blau zu violett und grün.
Schreibzeug. Knöpfe oder Plastikfigürchen zum Markieren Ihrer
Wolle, damit sie nach dem Färben wieder gefunden werden kann.
Waidblätter, Einstellen einer
Küpe, Die blaue Wolle ist
fertig, 2008 besonders schön leuchtend! Der Waid ist zweijährig. Im ersten Jahr nach der Aussaat
erntet man die frischen Blätter, die sehr schnell heranwachsen,
zum Blaufärben. Im zweiten Jahr blüht der Waid und bildet
Samen aus.
Blaudruck
auf Leinen
und Baumwolle, sowie Shiborimusterungen und malen auf Stoff, Bitte mitbringen:
Zum Drucken und Bemalen bitte nur Stoffstücke von 30-40 cm Breite
mitbringen. Die Länge kann dann ca. 1 m betragen. Für die
Shiboritechnik können kleine Tischdecken von ca. 80 X 80 cm
verwendet werden, oder Schals oder Zuschnitt-Teile für Bekleidung,
z.B. Ärmel oder Westenteile usw. Kleine und große Schere,
Nähzeug, Zwirn, Stopfnadel, dickes Baumwollgarn, Schnur,
Schreibzeug für Notitzen, zum Einbinden: Murmeln, Knöpfe,
Kieselsteinchen usw. Programm: Donnerstag,
26.4. Anreise bis mittags, Zur Einstimmung
gibt es einen Videofilm über Mustermöglichkeiten
für anschließendes Überfärben mit Indigo.
Ich zeige Muster. Etwa um 16:00 Uhr fangen wir
schon an, Stoffstücke mit "Papp" und
Holzmodeln zu bedrucken, denn der bedruckte
Stoff muß vor
dem Färben längere Zeit trocknen. Dafür brauchen wir
dünne Baumwolle, z.B. dünnen Batist, denn eigentlich
müsste der Papp auf dem Stoff mehrere Wochen trocknen. Sehr
dünner Stoff braucht dafür natürlich weniger lang. Freitag:
Herstellung der Reismehlpaste
zum
Bemalen und auch gleich damit auf Stoffstücke Muster
malen. Andere Stoffstücke
abbinden, abnähen oder knoten für die
Shiborimusterung. Samstag Eisen-Kalkküpe
herstellen sowie den originalen
Blaudrucker -
"Papp" (Reservierungspaste) Wer möchte, kann noch weiteren
Stoff für die Shiborimusterung bearbeiten. Sonntag:
freier Tag zur Harzerkundung. Die aufgedruckte
Reservierungspaste "Papp" und die aufgemalte Reispaste
müssen
vor dem Färben trocknen. Montag wird alles
Bedruckte und Bemalte, Abgebundene und Abgenähte
überfärbt. .: Dienstag
Abreise
Shibori nennt man die Mustertechnik in Japan, die durch vorheriges Abbinden, Abnähen und Pressen beim Färben von Stoff entsteht. Diese Technik war früher in vielen Teilen der südlichen Erdhalbkugel und in manchen der nördlichen, traditionell. Heute werden Stoffe und deren Färbungen im wesentlichen industriell hergestellt, deswegen hat die Shibori-Technik hauptsächlich im Kunsthandwerk ihren Platz bekommen. Besonders in Japan, Indien und Afrika (Nigeria) werden solcherart künstlerisch gestaltete Stoffe gefärbt. Man kann das übrigens mit allen Arten von Stoff aus Naturfasern ausführen. In Japan wird hauptsächlich mit Seide gearbeitet (Shibori), in Indien mit Seide und Baumwolle (Bandami), in Afrika überwiegend mit Baumwolle (Adire). Genauso geht das natürlich auch mit Wollstoff und sogar mit Filz und Nunofilz. Vor einigen Jahren wurde mit dieser
Technik
fälschlicherweise unter der Bezeichnung „Batik“ experimentiert.
Batik ist zwar
ebenfalls eine Reservetechnik (Muster entstehen durch Aussparungen beim
Färben), bei Batik entstehen aber die Reservierungen durch
Auftragen von Wachs,
weswegen das natürlich nur mit Kaltfärbungen und dünnem
Stoff geht. Da sich
Wachs auch sehr gut aufmalen lässt, eignet sich die Technik des
Batikens
besonders gut zur Herstellung von Bildbehängen und wird meist mit
Chemiefarben
auf Seide gefärbt. |
||||